Monatsarchiv für August 2008

Diebstahl 2.0

Dienstag, den 12. August 2008

In der heutigen Zeit sind normale Diebstähle von Handtaschen etc. nicht mehr so häufig an der Tagesordnung. Viel lukrativer ist hingegen der Online-Betrug oder das Fälschen bzw. Manipulierten von Geldkarten, was dehalb in der nahen Vergangenheit auch dramatisch   angestiegen ist.
Als ich am Wochenanfang einen Anruf mit unterdrückter Nummer bekam, vermutete ich dahinter schon wieder irgendwelchen nervigen Telefon-SPAM. Es war jedoch ein Bankmitarbeiter, der mir mitteilte, dass meine EC-Karte vorsorglich gesperrt wurde, da Sie damit einen Missbrauch vermuteten. Wie sich im Nachhinein herausstellte, erfolgten mit einem Double meiner Bank-Karte 2 Tage vorher zahlreiche Abbuchungen in Rom. Irgendwelche kriminellen Individuen erleichterten mein Konto um einen guten 4-stelligen Euro-Betrag, der dadurch mein Dispo zum platzen brachte.
Kontoauszug mit manipulierten Abbuchungen
Da ich von diversen Manipulationsmöglichkeiten an Geldautomaten bereits wusste und ich deshalb sehr aufmerksam im Bezug auf derartige Veränderungen an EC-Automaten bin, kann ich mir auch nicht erklären, wie und wann meine Daten ausgespäth wurden sein können.
Laut Aussagen der Bank werde ich Gott sei Dank nicht auf den Schaden sitzen bleiben, jedoch habe ich nun viel Rennerei wegen der Schadensregulierung. Ich hoffe nur dass diesem Mob, der höchstwahrscheinlich bandenmäßig organisiert ist, bald das Handwerk gelegt wird!
Update vom 16.8.: Die comdirect bank hat innerhalb einer Woche den entstandenen Schaden unverzüglich beglichen. Wenn das kein guter Kundenservice ist… :)

Kassieren statt bezahlen: Beim comdirect Girokonto gibt es jeden Monat 1 Euro dazu!

Fallschirmsprung - ein Erlebnis der besonderen Art

Samstag, den 9. August 2008

Eine Sache, die auf meiner todo-Liste seit längerer Zeit ganz oben stand, war ein (Tandem-)Fallschirmsprung. Bei meinem Bungee-Sprung vor 3 Jahren hatte ich schon ein wenig Blut geleckt was den freien Fall anbelangt.

Sprungvorbereitung Anfang August war dann endlich soweit. Mein Cousin Jörg und ich befanden uns auf dem Fluplatz in Günzburg und unser Veranstalter war “Fly and Fun. Durch ein organisatorische Problem wurden wir gezwungen, ein paar Stunden warten zu müssen. Aber wir bekamen zum Glück noch die letze Maschine, mit der wir dann bei Sonnenuntergang in die Lüfte befördert wurden. Vorher gab es noch eine kurze Einweisung, bei der gesamte Sprung - besonders der Start und die Landung - besprochen wurden.

Allein der Flug bis auf 3500m Höhe war schon ein Erlebnis, da man am Horizont die Alpen sowie den Bodensee erblicken konnte. Der Ausstieg aus der Cessna erfolgte mit einer Vorwärtsrolle, so dass mir kurzzeitig völlig der Orientierungssinn versagte. Der anschließende 30 sekündige freie Fall war einfach Genuss pur. Danach wurde der Schirm geöffnet und der Flug neigte sich leider schon dem Ende entgegen. Unten angekommen, hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht und war voller Glückshormone. Ich kann jedem Adrenalin-Junkie empfehlen, einmal diesen “Sprung ins Leere” zu wagen.

Die Watzmann-Besteigung… ein Abenteuer der besonderen Art

Freitag, den 1. August 2008

Am 29. Juli ging es früh um 5 Uhr mit 5 Arbeitskollegen von München aus los ins Berchtesgadener Land. In Ramsau erwartete uns bei strahlendem Sonnenschein der Aufstieg von 650 m über NN bis auf einen Gipfel des Watzmanns.
Watzmann-Haus (1930m) links … Hocheck rechts oben
Auf dem Watzman-Haus wurde von uns erst einmal ein kurze Rast zur Stärkung eingelegt, um den restlichen felsigen und teils sehr steilen Aufstieg zum Gipfel auch gut bewältigen zu können. Das Hocheck auf 2.652m  erreichten wir alle nach etwa 2 Stunden anstrengendem Fussmarsch wohlgelaunt und bei gutem Wetter.
Gipfel Hocheck (2652m)
Nach einer kurzen Gipfelpause machten wir uns bald wieder an den Abstieg. Kurze Zeit später zogen schon eilig die ersten dunklen Wolken auf. Es dauerte nicht lange und wir befanden uns in einer dicken Suppe aus Nebel und es begann zu regnen und bald darauf zu hageln.  Aber spätestens als es um uns herum anfing kräftig zu donnern und Blitze wie wild um uns herum zuckten war es mit dem Spass vorbei. Ich begann  sofort damit, alle mir bekannten Götter um Hilfe anzurufen. Glücklicherweise ist uns allen nichts weiter passiert und wir erreichten alle wohlbehalten das rettende Watztmann-Haus. Der entgültige Abstieg  zum Ausgangspunkt in Ramsau erfolgte dann wieder bei  strahlenden Sonnenschein.
Alles in allem war es eine sehr anspruchsvolle und lanschaftlich reizvolle Tour, jedoch sollte man die GEFAHREN im Zusammenhang mit einem Wetterumschwung im Gebirge NIE UNTERSCHÄTZEN!